Hautretusche mit der Frequenztrennung

Hautretusche mit Frequenztrennung

Frequenztrennung kennt mittlerweile jeder Fotograf in der People Fotografie. Kurz gesagt geht es darum störende Elemente wie Haare, Narben, Pickel und Farbtöne zu retuschieren und dabei die Details beizubehalten ohne das diese zerquetscht aussehen.

Bestimmt wissen viele von Euch schon was die Frequenztrennung bedeutet. Ich werde nicht gross zum Thema Frequenztrennung vertiefen, sondern direkt mit der Retusche anfangen. Für alle die die Technik noch nicht kennen, zeige ich Schritt für Schritt wie diese funktioniert.

Low und High Frequenz:

– Bei der Low Frequenz Trennung geht es darum die Schatten/Helligkeitsbereiche sowie Farbtöne zu korrigieren. – Die High Frequenz Trennung retuschiert dagegen feine Details wie zum Beispiel Pickel, Narben, Haare usw.
grobe und feine details
Bestimmt wissen viele von Euch schon was die Frequenztrennung bedeutet. Ich werde nicht gross zum Thema Frequenztrennung vertiefen, sondern direkt mit der Retusche anfangen. Für alle die die Technik noch nicht kennen, zeige ich Schritt für Schritt wie diese funktioniert. Bei der Low Frequenz Trennung geht es darum die Schatten/Helligkeitsbereiche sowie Farbtöne zu korrigieren. Die High Frequenz Trennung retuschiert dagegen feine Details wie zum Beispiel Pickel, Narben, Haare usw.
Ebene retusche

1. Schritt: Kommen wir also zu der eigentlicher Technik. Als Erstes werden zwei Ebenen Kopie erstellt. Wir nennen diese einmal die Low und die High Retusche.
Die Ebene High Retusche tun wir zuerst ausblenden. Und arbeiten als Erstes mit der Ebene Low Retusche. Auf diese wenden wir einen Filter an, mit dem alle feinen Details weichgezeichnet werden. Einige nutzen hier den Gaussschen Weichzeichner an, für mich persönlich jedoch gehen beim Weichzeichner auch andere Bereiche flöten. Alles sieht zu weich aus und unnatürlich. Das wollen wir ja nicht.
Tipp: Damit die groben Formen erhalten bleiben nehmen wir den Filter Helligkeit interpolieren. Diesen finden wir unter Filter > Rauschfilter > Helligkeit interpolieren. Den Radius stellen wir nur so hoch bis die kleinen Poren verloren gehen, meist reicht der Wert zwischen 7 und 12 Pixel aus. Bei diesem Bild habe ich den Wert 10 genommen.

Helligkeit interpolieren

2. Schritt: Somit haben ein Teil des Bildes schon mal aufgesplittet. Und kommen jetzt zu den feinen Details. Wir blenden die Ebene High Retusche wieder ein und setzen diese in den Modus “Lineares Licht”. Dann navigieren wir zum Punkt Bild > Bildberechnung und tragen folgende Werte ein:

Bildberechnung

3. Schritt: Jetzt können wir mit der eigentlichen Retusche anfangen. Dazu blenden wir nur die High Frequenz Ebene ein. Es fällt direkt auf, dass die ganzen Details schlecht zu sehen sind, sodass gar nichts retuschiert werden kann. Dazu wählen wir die Einstellungsebene Tonwertkorrektur und ziehen die Tiefen, Mitteltöne und Lichter so lange in die Mitte bis alle Details wie Haare Pickel usw. gut erkennbar sind.

4. Schritt: Wenn ihr mit der High Retusche fertig seid. Könnt ihr die Ebene Tonwertkorrektur wieder löschen. Und die Ebene Low Retusche wieder einblenden. Wir bleiben direkt auf dieser Ebene und wählen das Werkzeug “Bereichsreparatur-Pinsel”. Hier bearbeiten wir die restlichen Stellen die uns stören z.B. Rötungen oder andere fleckige Stellen. Und fertig ist die Retusche. Mehr müssen wir bei der Frequenztrennung auch gar nicht machen.

Fazit: Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten zu retuschieren. Ich persönlich bevorzuge bei den Portraits immer diese Methode, da mir hier die Poren sehr wichtig sind und ich diese auch beibehalten möchte.

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Elena Frizler

Fotografin, Künstlerin, Schneiderin, Bastlerin, Träumerin, Abenteurerin

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Himmel austauschen mit Photoshop

Himmel austauschen mit Photoshop

Ich schätze mal, die meisten von Euch kennen das Problem. Man hat ein super Bild gemacht, aber etwas stimmt da nicht. Die Location stimmt, die Pose ist perfekt, man hat ein bestimmtes Bild im Kopf und trotzdem fällt bei der Bearbeitung auf, „da fällt doch etwas“. So quälte mich dieser Gedanke fast zwei Tage lang. Ich habe mich die ganze Zeit nur auf das Model fokussiert. Dabei war das Ausgangsmaterial ja schon fast perfekt genug. Warum fast, erkläre ich anhand des Bildes. Vorab möchte ich sagen, dass ich der Meinung bin eine Perfektion gibt es nicht, weil jeder alles mit anderen Augen betrachtet als man selbst. Nichtsdestotrotz sollte das maximale rausgeholt werden und das schon bei der Umsetzung. Also kommen wir zu der RAW-Datei.

Ein paar nützliche Tipps:

Himmel austauschen mit Photoshop

1. Die Pose: Melanie hat eine wunderschöne Pose eingenommen. Auf was hier der Fotograf und auch das Model achten müssen, ist die Rückenhaltung.
Tipp: Den Rücken versuchen richtig durchzudrücken, sodass eine Kurve entsteht, viele nennen es auch die „Smile Form“.
Den Bauch einziehen, das Model muss hier die Luft einhalten und so zusagen für paar Sekunden einfrieren. Auf dem Bild sieht man, dass wir das hier nicht gemacht haben, das ist aber kein Problem und kann leicht, nach retuschiert werden. Als Nächstes das Kinn nach vorne ausstrecken, sodass die Haut gespannt ist. Auch wichtig sind die Haare, hier war uns wichtig, dass die Haare schön runter hängen.

2. Das Kleid: Schon vor der eigentlichen Pose, achte ich immer darauf, dass das Kleid schön auseinander gefaltet ist. Den ganzen Stoff haben wir auf die fotografische Seite genommen, denn die andere Seite interessiert uns ja nicht.
😀

3. Der Horizont: Einige kennen das bestimmt, öfters ist der Horizont bei den Bildern schief, das kann daran liegen, dass man die Kamera schief hält oder einfach, dass der Horizont uneben ist. Aus diesem Grund lass ich immer von allen Seiten etwas mehr Abstand, so das durch Nachbesserung mit dem „Linealwerkzeug“ noch genug Platz zum Zuschneiden ist. Sollte aber trotzdem passieren, dass man zu wenig Platz gelassen hat, gibt es immer Tricks um nachzubessern.

4. Die Retusche: Auch wenn wir hier sehr früh mit dem Shooting angefangen haben, war es extrem heiss. Ich muss hier zugeben, ich war überrascht, wie stark die Sonne war. Deswegen hat Melanie schnell einen kleinen Sonnenbrand bekommen, besonders auf den Armen geht das sehr schnell und beim shooten bekommt man das nicht direkt mit.
Tipp: Habt immer eine Sonnencreme dabei, denn solche Stellen weg zu retuschieren ist sehr Zeitaufwendig. Auch wenn es früh oder schon am Abend ist, jede Haut reagiert anders auf die Sonne.
Zum anderen sieht man auf der Haut einen dunklen Schatten und es sieht so aus, als hätte das Model eine dreckige Hand, was natürlich nicht so war.
Es gibt einige Tricks um die Haut Gleichmässig zu färben, die dauern für mich aber viel zu lange. Also wähle ich hier mit der Pipette die Stelle aus, wo ich denke, die Farbe ist in Ordnung, ohne dass sich die Haut komisch verfärbt und setze die Ebene in Modus „Farbe“ und nehme die Denkkraft leicht runter. Die Strukturen gehen dabei nicht verloren. Den Rest erledige ich mit D&B und helle das Bild mit den Kurven etwas auf.

 

Jetzt kommen wir auf das eigentliche Problem zurück. Es sah für mich immer noch zu langweilig aus. Also habe ich zuerst die unterschiedlichen Looks ausprobiert, aber das Bild was ich im Kopf hatte, war nicht das gleiche wie im Photoshop. Was habe ich dann gemacht?!
Ja, einfach erst mal das Bild liegen lassen und eine Nacht drüber schlafen. Morgens aufgewacht und da war es, noch bevor ich überhaupt meinen ersten Kaffee hatte. 😀 „Der Hintergrund!“ hatte einfach keine Spannung drin.

Also habe ich mir eine Vorlage aus meiner Sammlung gesucht, wo ich dachte, das würde gut reinpassen. Es ist viel Spannung drin und starke Farben. Das Bild habe ich zuerst passend transformiert, mit dem Gausscher Weichzeichner leicht unscharf gemacht dann die Ebene in den Modus Ineinanderkopieren gewählt und Denkkraft runter auf 77 genommen. Wer einen stärkeren Effekt haben möchte, kann auch den Modus „Multiplizieren“ nehmen. Was hier wichtig ist, der Hintergrund muss fast weiss sein, so zusagen über beleuchtet, dann hat man keine Probleme um den Hintergrund einzubauen. Die Farben von der Model und Hintergrund haben sich hier natürlich vermischt. Das kann man aber auch sehr schnell korrigieren, in den man einfach eine Ebenekopie erstellt und das Model freistellt. Zum Schluss habe ich die Farben etwas verstärkt und eine Leichte Vignettierung rein genommen und fertig war das Bild, wie ich mir vorgestellt habe.

Fazit: Habt immer Geduld mit Euren Bildern, falls die Bearbeitung Euch nicht gefällt oder Ihr denkt, das könnte noch besser werden, schlaft eine Nacht drüber. Versucht das Bild schon beim Fotografieren, perfekt umzusetzen. Natürlich kann man nicht an alles denken, besonders wenn man da fotografiert, wo viele Menschen sind, und Zuschauer hat, manche laufen auch mal gerne vor der Kamera. Habt Ihr aber ein Bild im Kopf, dann macht ein paar Anläufe.

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Elena Frizler

Fotografin, Künstlerin, Schneiderin, Bastlerin, Träumerin, Abenteurerin

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